Mobile Medien – die Herausforderung des modernen Journalismus?

Die Gefahren an der Qualität journalistischer Arbeit; Chancen zum Ausbau und  zur Modernisierung – die Nutzung mobiler Medien sowohl im Alltag der Leser, als auch in dem der Journalisten – ein nicht zu unterschätzender Aspekt?
Medien, vor allem mobile, beeinflussen den Tagesablauf vieler Menschen. Sei es auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause oder auch in der Warteschlange beim Bäcker. Wie starkt durch diese Form der Medien die Inhalte journalistischer Abreit verändet und welche Vorteile aus der verstärkten Benutzung gezogen werden können, erklärt Domenika Ahlrichs – stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT online.

Wer bestimmt, welche Inhalte der Printversion der Zeitungen in den mobilen Versionen erscheinen?
Wenn es um Apps geht, bilden diese stets das Printprodukt in Gänze ab. Was gedruckt wird, entscheidet die Print-Chefredaktion, was als App sichtbar ist, also auch.
Wenn es um das Schwesterprodukt der ZEIT geht, ZEIT ONLINE, so entscheidet hier die Online-Chefredaktion, welche zuvor gedruckten Artikel gut in das aktuelle Programm von ZEIT ONLINE passen – und übernimmt in Absprache mit der Print-Chefredaktion eine gewisse Anzahl von Texten. Nach Ablauf der Verkaufswoche gehen alle Texte der Print-Ausgabe dann ins Online-Archiv.

Also entscheidet die Chefredaktion der ZEIT, was mobil und in Print veröffentlicht wird. Und wiederum die Chefredaktion der ZEIT online, welche Texte der ZEIT veröffentlicht und verwendet werden?
Der Chefredakteur der ZEIT entscheidet, was im Print veröffentlicht wird. Dasselbe wird dann auch in der App veröffentlicht.
Der Chefredakteur von ZEIT ONLINE verhandelt mit dem Chefredakteur der ZEIT, welche Print-Texte schon während der Verkaufswoche online gestellt werden. Der Print-Chefredakteur hat natürlich ein Vetorecht.

Sie meinten, dass die Apps Abbilder der Printzeitungen darstellen. Dabei stellt sich die Frage, ob die längeren Texte der Printzeitungen in den Apps genauso intensiv und häufig gelesen werden. Also ob es irgendeinen Nachteil darstellt, die längeren Texte auch 1 zu 1 in den Apps zu veröffentlichen?
Die App ist das digitale Abbild der Print-Zeit. Es wird kein Text verändert. Lange Texte sind kein grundsätzliches Problem. Wenn das Thema interessant ist, scrollen die Leute gern viel.

Sind die Inhalte der Webseite der ZEIT online dieselben wie die der mobilen App Version? Und wird auch hier nichts an Inhalt und Länge der veröffentlichten Texte verändert, oder gibt es Unterschiede?
Dieselben.

Würden Sie sagen, dass sich ein Trend zur verstärkten App-Nutzung erkennen lässt?
Ja.

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