Ein weiterer Test

VR Brille auf Puppenkopf

TEST TEST TEST, plötzlich und unvermittelt. Über Jahrzehnte galt eine goldene Regel im Reich des Discounters. 

äußerste Zurückhaltung! Die beiden Gründer Karl und Theodor Albrecht senior hatten sich diese Regel selbst auferlegt – und sie mit dem Erbe an ihre Kinder und Kindeskinder weitergereicht.

Sie hielten an dieser Regel fest, nachdem sie 1962 in Dortmund den Discounter erfunden und aus dem kleinen Lebensmittelladen ihrer Mutter in Essen ein milliardenschweres Handelsunternehmen geschaffen hatten. Vielleicht weil sie ihre Unabhängigkeit wahren wollten. Vielleicht auch, weil sie 1971 nach der Entführung von Theodor Albrecht senior gesehen hatten, was im schlimmsten Falle geschehen kann, wenn andere zu viel über sie wissen.

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Das Gebot zur äußersten Zurückhaltung gilt nun nicht mehr. Theodor Albrecht junior, einer von zwei Söhnen von Theodor senior, bricht das Schweigen. Denn unter den Erben des Milliardenkonzerns ist ein Streit ausgebrochen, der in aller Öffentlichkeit ausgetragen wird. Zunächst gab es Verhandlungen vor Gericht. Dann wurden Gerüchte über die Presse gestreut. Und nun hat Theo junior erstmals ein Interview gegeben. Darin wirft er der Witwe seines im Jahr 2012verstorbenen Bruders Berthold vor, dass sie mit ihrem Versuch, mehr Einfluss auf die Familienstiftung zu gewinnen, gegen den letzten Willen ihres Mannes handele. “Mein Bruder würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er wüsste, was hier abläuft”, sagte er dem Handelsblatt. Und über sich selbst: “Ich verteidige das Testament meines Bruders und die Satzung der Stiftung.” Der Sinn der Familienstiftung sei es, das Unternehmen vor einem zu großen Einfluss der Familie zu schützen. “Dafür kämpfe ich.”

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