Das Öffentlich-Rechtliche – Zu alt für die Jugend? Eine Umfrage.

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Um sich der Frage nach der Bedeutung und Nutzung der öffentlich- rechtlichen Medien zu nähern, haben wir im Folgenden eine Umfrage erstellt, welche Personen im Alter zwischen 18 und 28 dazu befragen will, was für eine Rolle öffentlich- rechtliche Medien in ihrem Alltag spielen. Die Ergebnisse der 20 von uns befragten Personen werden hierbei im Folgenden kurz zusammengefasst und anschließend noch grafisch dargestellt. Wer ebenso Interesse daran hat, sich selbst zu testen, weitere Verbesserungsvorschläge mitzuteilen und sich mit der allgemeinen Stimmung innerhalb der jüngeren Bevölkerung zu vergleichen, kann dies gern nach wie vor unter dem hier nachfolgenden Link zu unserer Online- Umfrage tun: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSff20p6aJdd9iX8qi37nuLku3-K_HObAfZDgBr0ya0eOHvSFg/viewform

Die 20 von uns befragten Personen, 9 Frauen und 11 Männer, mit einem durchschnittlichen Alter von 22 Jahren zeigten hierbei, was wohl viele vermuten:

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die öffentlich- rechtlichen Medien werden als zu alt und zu wenig an den Bedürfnissen der jungen Generation angepasst bewertet. Sie verlieren spürbar an Bedeutung innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe. 

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Auch wenn eine deutliche Mehrheit die Öffentlich- Rechtlichen kennt und sogar 3/4 der Befragten diese auch konsumieren, nutzen viele von Ihnen hauptsächlich Erstprogramme (rund 80%) wie ARD und ZDF. 

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Hier wird allerdings bei Weitem nicht der komplette Umfang des angebotenen Programms genutzt, nur bestimmte Sendungen finden einen hohen Zuspruch. Vor allem Informationssendungen und Satireshows sind dabei gemeint, welche immerhin von knapp 82% der Männer und rund 60% der Frauen angeschaut werden.

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Während die Mediennutzung insgesamt auf ein Maximum angestiegen ist, was vor allem dem Anstieg der Internetnutzung auf 100% zu verdanken ist, fällt die Nutzung klassischer Medien wie Fernsehen (Männer rund 73%, Frauen rund 67%) und Radio (Männer rund 73%, Frauen rund 22%) deutlich zurück.  

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Die Nutzung öffentlich- rechtlicher Medien sinkt in diesem Zug auf 85%, was unterschiedlich begründet wurde.

 

Auch wenn eine deutliche Mehrheit die Öffentlich- Rechtlichen kennt und sogar 3/4 der Befragten diese auch konsumieren, nutzen viele von Ihnen hauptsächlich Erstprogramme (rund 80%) wie ARD und ZDF.

Einerseits beziehen viele ihre Informationen aus dem Internet, wobei sie eher weniger auf die als mäßig empfundenen Auftritte der Mediatheken und Social-Media-Accounts der verschiedenen öffentlich-rechtlichen Kanäle zurückgreifen. Das angebotene Programm wird von knapp 40% der Befragten ebenfalls nur als mittelmäßig bewertet, Themen und Aufmachung entsprechen nicht den Interessen junger Menschen.

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Die Hälfte der Befragten die angaben, keine öffentlich-rechtlichen Angebote zu nutzen, nannten als Grund übereinstimmend fehlendes Interesse an solchen Medien oder ein für sie uninteressantes Programmangebot.

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Insgesamt besteht dennoch Hoffnung, denn trotz zahlreicher Kritikpunkte, hauptsächlich das Programm betreffend, bewerten knapp die Hälfte der Befragten öffentlich-rechtliche Medien immer noch als Bereicherung in der Medienlandschaft.

Mit ein bisschen frischem Wind und neuen Ideen kann also durchaus noch etwas erreicht und der einstige Erfolg dieser Medien zurückgebracht werden. Der Kampf um die Zuschauerstimmen der jungen Bevölkerung ist noch lange nicht verloren.

-  Beitrag von Jennifer Kurze und Anne Dittmar  – 

 

 

 

 

 

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