MAGIC CITY – Die Kunst der Straßen

Wenn 40 Künstler auf 2.500 qm ihre eigene Stadt bauen dürfen, dann kann man das Wort Magie schon einmal in den Mund nehmen. Es ist eine Liebeserklärung an die Stadt!IMG-20170330-WA0002

Schon drei Monaten lang wollte ich unbedingt in die Ausstellung „MAGIC CITY“, aber entweder fehlten mir Zeit oder Lust. Als ich mich dann an einem Nachmittag durch die Homepage klickte, war mir klar: Da muss ich hin! Aber die Zeit rannte davon. Doch dann wurde die Ausstellung von Anfang Januar bis Anfang März verlängert, bis sie nach München umzieht.  Am Ende hätte ich diesen zeitlichen Aufschub aber gar nicht gebraucht, da ich am 2. Januar endlich dort war.

Über das Silvester- Wochenende hatte ich Besuch von einer guten Freundin aus Köln und ihrem Freund, Christina und Markus.  Da das nicht gerade die kürzeste Distanz ist, ist die Freude sie zu sehen jedes Mal umso größer. Nach einem gelungenen Silvesterabend und einem wunderbar verfressenen, faulen und irgendwie doch recht erlebnisreichen Katertag, musste zum Abschluss des Besuches noch einmal etwas Besonderes her.  Da lag MAGIC CITY auf der Hand. Ich zeigte den beiden einen kurzen Videoclip auf der Homepage und sie waren sofort begeistert. So machten wir uns am Montag gegen 12 Uhr auf den Weg.

Die Location war perfekt für Street Art

 Das alte Industriegebäude wirkte von außen nicht gerade einladend, als Location für eine Street Art Ausstellung war es aber die perfekte Wahl, wie ich finde. Street Art ist  die Kunst der Straßen. Diese Kunst hat immer etwas verbotenes, schmutziges und rebellisches an sich. Auf der anderen Seite verwandelt sie kahle, kalte Wände, oder auf was eben gesprayt wird, in etwas aussagekräftiges, persönliches, lyrisches, je nach Intension des Künstlers.

Jetzt ging es also endlich rein in die MAGIC CITY!  Durch meine Besuche auf der Internetseite war mir klar, dass diese Ausstellung keinesfalls mit einer “gewöhnlichen“ Ausstellung zu vergleichen ist. Schon als wir durch die Tür traten, bestätigte sich dieser Eindruck. Es war einfach anders als alles, was ich bisher unter dem Begriff „Ausstellung“ gesehen hatte. Nachdem wir bezahlt hatten, wurde uns ein  „iphone Handy guide“ in die Hand gedrückt. Er war unser virtueller Führer durch die Stadt. Darauf konnte man zu jedem Künstler und Kunstwerk etwas erfahren, teilweiße sogar mit Videos unterlegt. Super Idee für eine Zeitgenössische Ausstellung!

Die Industriehalle wurde zur Stadt

IMG-20170102-WA0050Die MAGIC CITY wurde in nur 4 Wochen von 40 Künstlern aus 21 Ländern vor Ort „gebaut“. Es ist eine Liebeserklärung an die Stadt. Sie ist auch wie eine Stadt aufgebaut. So schlendert man während seines Besuches von der Passage ins Plaza, dann über den City Square in die Blind Alley. Abgerundet wird das ganze vom Kino und Bushaltestellen. Es gibt sogar ein Rotlichtmilieu.

 

Kunst wurde für jeden greifbar gemacht

Jedes Kunstwerk hat etwas in mir berührt. Ich war überwältigt, gerührt und nachdenklich gestimmt, wurde sogar zum Lachen gebracht. Meine Freunde und mich  zogen besonders die 3D Illusionen in ihren Bann. Erst als man ein Foto auf den vorgesehenen Spots gemacht hatte, sah man die volle Wirkung. Wir waren gefangen im inneren eines Fisches, sprangen von Rändern, die es gar nicht gab, oder wurden von einem Greifarm aus dem Automaten gezogen. Nach gut drei Stunden hatten wir so viel wie nur möglich in uns aufgenommen und machten uns glücklich und zufrieden  auf den Heimweg.

Kunst liegt ja bekanntlich immer im Auge des Betrachters, in der MAGIC CITY ist aber für jeden was dabei.  Diese Ausstellung hat uns alle so in ihren Bann gezogen, dass mir die Worte fehlen. Wer also dieses Wochenende noch nichts vor hat, sollte unbedingt einen CITY- Trip wagen!

 

Beitrag auf einem regelmäßig von mir geführten Blog

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>