Wanted: Coole Studentenjobs gesucht!

Auch bei dir ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig? Das BAföG reicht hinten und vorne nicht, deine Eltern hast du erst letzte Woche angepumpt und überhaupt ist „sparsam sein“ so gar nicht dein Ding? Kein Problem, dann raff dich auf und such‘ dir einen Nebenjob!

Job ist aber nicht gleich Job. Welcher Nebenjob passt überhaupt zu mir und welche Jobs habe ich zur Auswahl? Wenn dich Fragen wie diese beschäftigen, dann hilft dir dieser Ratgeber auf die Sprünge.

Die zwei wichtigsten Fragen zuerst:

Brauche ich überhaupt einen Nebenjob und was spricht dafür, was dagegen?

Vorteile In erster Linie ist ein Nebenjob natürlich ideal, um möglichst schnell an Geld zu kommen. Zudem hast du die Chance, Erfahrungen in den Bereichen zu sammeln, in denen du später vielleicht einmal arbeiten möchtest. Somit kannst du quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: einerseits vertiefst und wendest du theoretisches Wissen an, kannst aber gleichzeitig auch überprüfen, ob der Wunschberuf auch wirklich das Richtige für dich ist. Mit etwas Glück lernst du so ja schon deinen zukünftigen Arbeitgeber kennen. Auf jeden Fall wirst du für potentielle Arbeitgeber interessanter, wenn du bereits praktische Erfahrungen aufweisen kannst. Bei vielen Nebenjobs lernst du außerdem eine Menge neuer Leute kennen, mit denen du dich austauschen und vielleicht auch von ihnen lernen kannst. Natürlich ist so ein Nebenjob auch super, um aus dem Uni- und Lernstress auszubrechen und nicht immer nur am PC oder in der Bibliothek zu hocken. Auch persönlich kannst du durch die Erfahrung eines Nebenjobs wachsen. da du eigenständiger, aber auch selbstbewusster wirst.
Nachteile Dir sollte bewusst sein, dass du meist am Wochenende, nachmittags bzw. abends oder in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten wirst. Somit geht einiges von deiner Freizeit flöten. Der hohe Zeitaufwand geht daher auch mit einer zusätzlichen Belastung und eventuell auch mit einer Menge Stress neben dem Studium einher. Es ist daher ratsam, möglichst viel in den Ferien arbeiten zu gehen, damit in und vor den Prüfungsphasen noch genug Zeit bleibt, um lernen zu können. Zudem wirst du als Student nicht selten als billige Arbeitskraft angesehen und gern auch mal „verheizt“. Erwarte also nicht automatisch besonders zuvorkommende Arbeitgeber oder Kollegen.

Na? Überwiegen die Vorteile die Schattenseiten eines Studentenjobs aus deiner Sicht? Dann stellt sich nun die nächste Frage:

Welcher Job passt zu mir und wie finde ich den besten Job?

Eins vorweg: Nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf. Um dir die Auswahl zu erleichtern, findest du hier eine Übersicht über besonders beliebte Jobs.

Die Top 10 der beliebtesten Studentenjobs
Job
Vorteile
Nachteile
Kellner/Barmann
  • gute Verdienstmöglichkeiten durch Trinkgeld
  • Kontakt mit Menschen
  • meist recht stressig und körperlich anstrengend
  • unregelmäßige Arbeitszeiten
Babysitter
  • gute Bezahlung bei vergleichsweise kurzer Arbeitszeit
  • Üben für eigene Kinder möglich
  • nichts für schwache Nerven
  • oft nur abends oder am Wochenende möglich
Nachhilfelehrer
  • flexible Zeiteinteilung
  • Vertiefung der eigenen Kenntnisse möglich
  • Enttäuschung, wenn erhoffte Ergebnisse nicht eintreten
  • Anspruchsvoll
Stadtführer / Gästeführer
  • gute Verdienstmöglichkeiten durch Trinkgeld
  • Kontakt mit Menschen
  • Vorbereitung und Recherchen sind zeitintensiv
  • Körperlich nicht zu unterschätzen
Studentische Hilfskraft an der Uni/Tutor
  • Super Ergänzung für das eigene Studium
  • Kontakt zu Prof. und wissenschaftlichen Mitarbeitern
  • Vorbereitung und Recherchen sind zeitintensiv
  • Nicht für Semesterferien geeignet
Proband
  • Oft sehr gut bezahlt
  • Spannende Selbsterfahrung nicht auszuschließen
  • Keine wirklich planbaren Arbeitszeiten
  • Gesundheitliche Eignung notwendig
Erntehelfer
  • Viel frische Luft dank Arbeit auf dem Lande
  • Geistig eher entspannend
  • Körperlich anstrengend
  • Arbeit bei Wind und Wetter – saisonal beschränkt
Werkstudent
  • Direkter Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern
  • Sammlung praktischer Erfahrungen möglich
  • Zeitaufwändig, insbes. in Prüfungszeiten
  • Anspruchsvoll
Fahrradkurier/Pizzabote
  • Gutes Trinkgeld möglich
  • Super Workout, wenn mit Fahrrad unterwegs
  • Arbeit bei Wind und Wetter
  • Eventuell Führerschein nötig
Promoter
  • Viel Kontakt mit Menschen und gute Bezahlung
  • Weder geistig noch körperlich anspruchsvoll
  • Nur etwas für offene und selbstbewusste Typen
  • z.T. erfolgsabhängige Bezahlung

Sind dir die Vorschläge zu langweilig oder öde, dann lohnt es sich ganz sicher auch nach ausgefalleneren Jobs Ausschau zu halten. Diese sind meist rar, werden aber gern besonders gut bezahlt oder machen einfach Spaß.

Maskottchen / Animateur
  • Gute-Laune-Garantie
  • Oft ausgefallene Locations und Kostüme
  • Körperlich anstrengend – nicht selten schweißtreibend
  • Nur etwas für offene und selbstbewusste Typen
Golfballtaucher
  • Lukrativ
  • Sportliche Aktivität oder Interesse mit Job verbinden
  • Körperlich anstrengend
  • Vorerfahrungen beim Tauchen notwendig
Komparse
  • Spannende Arbeit auf Filmset oder Theaterbühne – eventuell als Sprungbrett für deine Hollywood-Karriere
  • Kontakt mit Menschen
  • Lange Arbeitszeiten mit viel Wartezeiten
  • Berühmtwerden nicht garantiert

Favorit erspäht? Dann heißt es nun: auf Jobsuche gehen.

Die besten Angebote findest du auf folgenden Seiten
  • Connecticum – auch für überregionale Jobs gut geeignet
  • STAV e.V. – eine studentische Arbeitsvermittlung für Dresden
  • Studentenwerk Dresden – Jobangebote des Dresdner Studentenwerks
  • Jobsuma – Jobsuchmaschine, auch überregional
  • Jobmensa – Jobsuchmaschine, auch überregional
  • Jobruf – Jobsuchmaschine, auch überregional
  • Studentjob – Jobsuchmaschine, auch überregional

Nicht zu verachten sind auch Aushänge und Schwarze Bretter an Lehrstühlen. Dort findest du häufig Angebote lokaler Firmen und natürlich Stellenangebote für SHK-Jobs usw.

Ansonsten hilft Gevatter Google bei dem häufig wechselnden Angebot an Studentenjobs, den richtigen in deiner Region zu finden.

Job gefunden? Dann bekommst du zu guter Letzt noch ein paar rechtliche und ganz allgemeine Hinweise an die Hand, damit auch ja nichts schiefgeht beim neuen Job.

Rechtliches, das du beachten solltest

  1. Grundsätzlich gilt, dass du nicht mehr als 19 Stunden wöchentlich neben dem Studium arbeiten darfst.
  2. Die Arbeitszeit darf 50 Arbeitstage 2 Monate bei 5 Arbeitstagen in der Woche nicht überschreiten.
  3. Auch für Studenten gilt, dass sie einkommens-und steuerpflichtig sind.
  4. Wenn du im Monat mehr als 450 € verdienst, kannst du deinen Anspruch auf BaFög-Zahlungen und dem Kindergeld verlieren. Besonders bei Sonderzahlungen (Einmalzahlungen, Weihnachtgeld usw.) solltest du hier aufpassen.
  5. Bleibst du unter 450 €, ist dein Verdienst sozialversicherungsfrei. Einkünfte bis zu 472 € im Jahr sind steuerfrei.
  6. Bis 25 bist du über deine Eltern mitversichert.

Ein paar Tipps von Student zu Student zum Abschluss

  1. Frage dich, ob du wirklich einen Job brauchst oder ob die Nachteile das nicht rechtfertigen! Argumente hast du jetzt allerhand bekommen.
  2. Fange rechtzeitig mit der Suche an! Oft gibt es Zeiten, zu denen der Andrang besonders groß ist (z.B. Semesterferien), wo du frühzeitig aktiv werden solltest.
  3. Erkundige dich bei Kommilitonen und Vermittlungsstellen (was machen andere, was hat einen guten/schlechten Ruf usw.)!
  4. Pass auf die Rahmenbedingungen auf! Passt der Job zeitlich zu deinem Stunden- oder Prüfungsplan? Sind längere An- & Abreisen damit verbunden? Mit wem arbeitest du zusammen? Wie schnell kommst du aus dem Job wieder raus? Bietet der Job eine langfristige Motivation?
  5. Lass dich nicht versklaven! Nur weil du Student bist, heißt das nicht, dass du dich herumschubsen oder als Arbeiter 2. Klasse behandeln lassen musst.

Verfasst von Elisabeth Beesdo

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